Historische Grabstätten auf dem Nordfriedhof
Regina Barufke, 2026
Im November 2025 unternahmen Mitglieder des Freundeskreises Historica Bad Muskau e.V. eine Begehung des seit einigen Jahren abgesperrten Teils des Nordfriedhofs, in dem sich Erbbegräbnisstätten von ehemaligen Unternehmer- und Handwerkerfamilien befinden.
Wir waren erschrocken, denn die gesamten Grabflächen waren der Verwahrlosung preisgegeben. Nicht nur das, auch die unter Denkmalschutz stehende Friedhofsmauer und die schmiedeeisernen Zäune sind in einem sehr schlechten Zustand.
Wir entschieden uns, diese Gesamtsituation zu verändern, wobei uns klar war, dass dies nur im Zusammenwirken mit der Stadtverwaltung und weiteren Partnern möglich sein würde.
Am 24. Februar 2026 fand eine zweite Begehung mit Vertretern der Stadtverwaltung, der Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“, dem Schützenverein 1511, dem Steinmetz Uwe Riech und Vereinsmitgliedern statt. Die Stadtverwaltung sagte den Rückbau des Absperrzaunes und das Bereitstellen von Containern zu und auch die Stiftung und Uwe Riech signalisierte Hilfestellung.
Das Ergebnis zweier Arbeitseinsätze von Mitgliedern der zwei oben genannten Vereine mit Spaten, Hacke und Gartenscheren zeigen die nachfolgenden Fotos.


Bei den verbliebenen Grabflächen war ersichtlich, dass wir allein mit manueller Arbeit nicht weiterkommen. Auf Nachfrage erhielten wir technische und personelle Hilfe durch die Rodig mbH Weißwasser/ Bad Muskau. Wie froh waren wir, als wir nach dem zweitägigen Einsatz sahen, was mit Technik und Manneskraft geschafft worden war.


Jetzt gilt es, neben Entscheidungen zur Gestaltung der Flächen und deren Umsetzung, die weitere Arbeitseinsätze erforderlich macht, unbedingt bei der Instandsetzung der Friedhofsmauer und der Zäune, einschließlich der Pfeiler weiter zu kommen.


Das geht aber nur gemeinsam mit der Stadtverwaltung, da wir als Verein hier nicht selbst entscheiden können.
Regina Barufke
Vorsitzende des Freundeskreises Historica
Bad Muskau e. V.
