Oberförster Axel Schwabe
und sein Bericht über den großen Kiefernspinnerfraß 1905 – 1909
Helga Heinze, Krauschwitz, 2025



Axel Schwabe, 1931
Schwabe-Kiefer 1904-1931
Visitenkarte, 1931
Axel Schwabe
Aus einer Pfarrersfamilie im Erzgebirge stammend, absolvierte Axel Schwabe die Forstlehre und nachfolgend einen praktischen Forstdienst. Von 1885 bis 1887 studierte er an der Forstakademie zu Tharandt. Nach den Wanderjahren übernahm er die Oberförsterstelle in Bärenstein im Erzgebirge, 1895 bei Prinz Biron von Curland in der Provinz Posen und ab 1. Januar 1904 bei Graf Traugott Hermann von Arnim in der Standesherrschaft Muskau. Hier leitete er die Oberförsterei Jagdschloss, die mit rund 1.270 ha Holzboden und 680 ha Nichtholzboden eine der größten Forstreviere Deutschland darstellte. Ein Jahr nach seinem Antritt begann der große Kiefernspinnerfraß, dessen Folgen noch lange im Revier nachwirkten. Durch seine angenehme Art beliebt, bekleidete er neben seinem Beruf viele Ehrenämter. So übernahm er 1919 den Vorsitz des Vereins für Privatforstbeamte Deutschlands. Viele Jahre stand er der Deutschen Forst-Zeitung als Freund und Berater zur Seite.
In Anerkennung seiner Arbeit erhielt er 1923 den Titel des Gräflichen Forstmeisters. Nachdem ihm ein Sohn und seine erste Ehefrau starben, lebte er mit seinen verbliebenen Kindern – Sohn und Tochter – mit seiner zweiten Ehefrau zusammen.1
Forstmeister Axel Schwabe nahm am 30. Juni 1931 nach 27 Dienstjahren in Muskau seinen Abschied2 und lebte noch bis zum 1. Februar 1932 im Altenheim in Neustadt in Sachsen, wo er nach kurzer Krankheit im 70. Lebensjahr starb.3 Zur Erinnerung an seine Dienstzeit von 1904 bis 1931 erhielt eine ausgewählte Kiefer seinen Namen.
Einen besonderen Beitrag seiner Tätigkeit hinterließ Axel Schwabe mit dem Text über den von 1905 bis 1909 die Oberförsterei Jagdschloss betroffenen Kiefernspinnerbefall und deren Bekämpfung. Dieses Büchlein hatte er seinem damaligen Arbeitgeber gewidmet.
„Herrn Grafen Hermann von Arnim, Freien Standesherrn auf Muskau, dem warmen Freunde und eifrigen Förderer der Forstwirtschaft ehrerbietigst übergeben vom Verfasser.“
Nach längerem Suchen war es unserem Verein gelungen die Originalausgabe von 1910 in einem Lübecker Antiquariat zu erstehen. Die Publikation erschien beim Verlag von Paul Julius Neumann in Neudamm. Es handelte sich um die 1872 gegründete Verlagsbuchhandlung für Landwirtschaft, Fischerei, Gartenbau, Forst- und Jagdwesen, die es noch heute als Neumann-Neudamm im Nordhessischen Melsungen gibt. Der Besitzerstempel auf dem Titelblatt zeigt an, dass sich diese Ausgabe einst im Bestand der Bücherei der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft in Berlin-Dahlem befand.


Forstarbeiter im Revier Mühlrose, 1905
Titelblatt des Büchleins von 1910
Der Kiefernspinner
Die Raupen des Kiefernspinners – Dendrolimus pini – können eine Länge bis zu 7 cm erreichen und ernähren sich von den Nadeln der Waldkiefer – Pinus silvestris. Sie schlüpfen im Sommer, überwintern ohne Nahrungsaufnahme im Boden und setzen ihren Fraß im kommenden Frühjahr fort, nachdem sie wieder in die Baumkronen gekrochen sind. Die Verpuppung erfolgt in einem dicht gewobenen Gespinst. Die Falter fliegen in der Nacht und sind im Juni und Juli aktiv. Kommt diese Art in Massen vor, spricht der Förster von einer Gradation. Der Schaden, oft Kahlfraß mit Absterben von Waldbeständen, wird als Kalamität bezeichnet.
Nach Axel Schwabe ist der Kampf gegen den Spinner so alt, wie der Wald Gegenstand menschlicher Pflege. Dabei beruft er sich auf den bereits 1797 verfassten Text des Geheimen Forstrats Carl Wilhelm Hennert (1739-1800) über den Raupenfraß in den Königlich Preußischen Forsten. Für den Zeitraum von 1502 bis 1794 stellte Hennert über 20 Fraßperioden fest, in denen es zu großen Schäden im Baumbestand kam. Obwohl für die frühe Zeit nicht zu beweisen war, dass es sich stets um den Kiefernspinner gehandelt haben muss, sprechen doch die Ergebnisse in vielen der Ereignisse dafür. Laut Hennert entfielen auf ein Jahrhundert fünf größere Schädigungen der Kiefernbestände, wobei sich die Muskauer perfekt in diese Folge einreihte.


Weiblicher Falter und Raupe von Dendrolimus pini
Fotos Thomas Sobczyk, Hoyerswerda 2026 und Uhyst/Spree 2014
Das Holz in den umfangreichen zur Standesherrschaft gehörenden Waldgebieten stellte zu allen Zeiten eine immense Einnahmequelle dar. Ohne kontinuierliche Bearbeitung, Nachpflanzung und Gesunderhaltung der Bestände konnte das nicht gelingen.
Oberförster Schwabe schickte voraus, „daß der Spinner zum eisernen Inventar der Kiefernheide gehört.“ Ebenso ließen sich Kiefernspanner und Forleulen – Kieferneulen – finden. Trotz aller Bemühungen kam es immer wieder zu einer übermäßigen Entwicklung von Waldschädlingen, zu denen neben dem Kiefernspinner auch die Nonne gehörte. Vorsorglich begann im Herbst nach den ersten Frösten die Suche nach den Raupen des Spinners in der Bodenstreu, ihrem Winterlager. Nachdem sich manchmal nur noch Einzeltiere finden ließen, kam es nach ein bis zwei Jahren zum „Milliardenauftreten.“ Meist sind es komplexere Gründe, bei denen die Witterung ein Auslöser sein kann.
Die Katastrophe
Das Ergebnis beim Probesuchen 1901 brachte einen Durchschnitt von 0,07 Spinner pro Stamm. Die Suche beschränkte sich „auf den Fuß des Baumes auf etwa einen Halbmesser“ Waldboden. Dann kam das „Notjahr“ 1904 mit den um die Hälfte zurückgegangenen Niederschlagsmengen und hohen Temperaturen. Diese Umstände stellten die Weichen für die Katastrophe. Noch zählte man nur 1,72, im Folgejahr schon 28,9 und 1906 gefährliche 136,2 Spinner pro Stamm. In den Jahren 1906 und 1907 dauerte der Herbstfraß bis November. Die Raupen interessierten sich besonders für die bis zu 40 Jahre alten Bestände, worin sich die Bekämpfung viel schwieriger gestaltete als bei Altbeständen, die bislang als mehr gefährdet galten.


Muskauer Anzeiger, 12. Januar 1884 und 7. Juni 1883
Schon immer machten sich die Forstspezialisten Gedanken über die Bekämpfung einer solchen Gradation. Alle Maßnahmen, wie Beschießen, Begasen, Ausräuchern, Giftsprühen, Giftstreuen oder Todschlagen, brachten keine sichtbaren Erfolge. Im Gegenteil, es kam dabei zur Vernichtung anderer Insektenarten wie des Große Puppenräubers lat. Calosoma sycophanta sowie zur Schädigung des Baum- und Wildbestandes. Das Ziehen von Fanggräben zeigte sich insofern erfolgreich, als man die hungrigen Raupen nach totalem Kahlfraß am Weiterziehen hinderte. Wie schnell ein Nachbarbestand ohne Graben der Vernichtung anheimfiel, beschreibt Schwabe wie folgt:
„Im Revier Schleife wurde Sonnabend Abend die beginnende Abwanderung über einen 8 m breiten sandigen Weg aus einem etwa 30jährigen Stangenholz, das fast kahl gefressen war, bemerkt, am Montag früh waren etwa 50 a einer zehnjährigen Kultur bereits kahl.“
Wie sich 1907 der Auswurf von 67.737 laufenden Metern Graben in der Oberförsterei Jagdschloss auswirkte, zeigt der Bericht vom 31. Juli an das Forstamt Muskau:
„Der Erfolg der Gräben war, wenn die Anlage rechtzeitig erfolgte, ein durchschlagender. Es sind ungezählte Mengen darin zu Grunde gegangen. An einzelnen Stellen lagen die Raupen auf Kilometerentfernung 2 bis 3 cm hoch in den Gräben, die Fanglöcher sind bis fünfmal erneuert worden, da dieselben bis an den Rand voll Raupen waren.“
Leider landete auch eine größere Anzahl Calosoma in den Gräben und fiel nach dem Auslesen bald wieder hinein. Obwohl der Große Puppenräuber als natürlicher Feind des Kiefernspinners einen nicht unbeachtlichen Bestand darstellte, fiel seine Tätigkeit bei dieser Gradation nicht ins mehr Gewicht.
Auch Ameisen, Brack- und Schlupfwespenarten wirkten als natürliche Beschützer der Bestände. Ebenso die Puppenkernkeule Cordyceps militaris, eine Schlauchpilzart. Sie alle spielen eine wichtige Rolle in der Schädlingsbekämpfung, da sie parasitär leben. Vogelarten, wie Star und Kuckuck griffen damals ebenfalls in die Bestände des Spinners ein, jedoch stand ihr täglicher Nahrungsbedarf dem Massenauftritt der Raupen als unerheblich gegenüber.


Lehrbuch der mitteleuropäischen Forstinsektenkunde, Wien 1895
Webeanzeige von 1898
Beim Fraß in der Oberförsterei Grimnitz – heute Landkreis Barnim – kam 1839 erstmals das „Teeren“ in Anwendung und wurde später durch das „Leimen“ ersetzt, was sich laut Schwabe als beste Methode bewährte. Hierzu kam die verbesserte „Ringlersche Leimquetsche“ in Anwendung, die gegenüber anderen Geräten eine Ersparnis von 15 bis 20 Kilogramm Leim pro Hektar ermöglichte. Durch das Anlegen von 2,5 bis 3 cm breiten und 2 bis 3 mm starken Leimbändern an Starkhölzern gelang eine wirksame Vorsorge. Wo geleimt werden musste, bestimmte die Anzahl der Raupen, die auch schon mal 6.000 pro Stamm überschreiten konnte.
1905 fehlte es bei der Größe der betroffenen Waldungen an Helfern zum Röten – Abtragen der Borke bis auf eine dünne Rindenschicht – und Leimen, da die Bewohner der umliegenden Orte ihr Geld in den Industriebetrieben verdienten. Bei einem achtstündigen Einsatz im Wald erhielt eine männliche Arbeitskraft zwei Mark, eine weibliche eine Mark pro Tag. Während die Frauen mit Bürsten durchschnittlich pro Tag 26,25 a leimten, schafften die Männer mit der Leimquetsche eine Tagesleistung von 75,5 a.
Im Winter 1907/08 kamen Soldaten des V. Armeekorps zur Hilfe, deren Anstellung sich im Gegensatz zu einheimischen Helfern als viel teurer erwies. Ein Kommando logierte im Nochtener, ein zweites im Schleifer Gasthof. Insgesamt kostete ein Militärangehöriger 6,10 Mark pro Tag, wobei ihr Einsatz aufgrund hoher Disziplin eine bessere Arbeitsleistung als bei regionalen Kräften zur Folge hatte. Ein Problem stellte der strenge Frost dar. „[…] der erstarrte Leim wurde mit am Feuer erhitzten eisernen Spaten durchgearbeitet, und zwar in den halbierten Tonnen, bis er genügend weich war, eine Arbeit, die wochenlang ausgeführt werden musste.“
Im darauffolgenden Jahr kam Kontinuität ins Röten und Leimen, jedoch zeigte der Leim der Firma Ermisch ein Nachlassen der Klebequalität und -dauer. Die 1812 gegründete Fabrik von Heinrich Ermisch in Burg bei Magdeburg stellte neben Öl, Fett und Carbolineum den gefragten Raupenleim her. Den vom Muskauer Forstamt angezeigten Qualitätsmangel erkannte Ermisch durch Reduzierung des Rechnungsbetrages an.
Nachdem im Winter 1908/09 teilweise zum zweiten Mal geleimt wurde, galt die Gefahr als erloschen. Im Frühjahr 1910 hatte sich die Zahl auf 0,098 Spinner pro Stamm gesenkt.


„Ruthenische Forstarbeiter zur Aufarbeitung der Spinnerfraßflächen 1906/08“
Die Vernichtung
Vom Totalfraß befallen waren die Reviere: Hermannsdorf, Boxberg, Nochten, Mühlrose, Weißwasser, Altteich, Tzschelln und Schleife.
„Die am meisten geschädigten Reviere Nochten, Tzschelln und Schleife gehörten zu den trockensten der Oberförsterei. Schleife und Nochten haben keinen Wasserlauf, kein stehendes Gewässer.“ Des Weiteren hatte der Bewuchs durch den niedrigen Grundwasserstand gelitten.
„Bis zum Schlusse der Kalamität wurden 1263 Hektar vernichtet, 4760 waren geleimt, was zusammen eine Fläche von 6023 Hektar ausmacht. Der Gesamteinschlag bis 1910 betrug 136.282 Festmeter.“ Dieser bestand aus 77,54 % Nutzholz und 22, 46 % Brennholz, der auch in sämtlichen Gewerbezweigen Abnahme fand. Um den enormen Einschlag von 136.282 Festmetern zu bewältigen, musste die Standesherrschaft Muskau auf ausländische Helfer zurückgreifen. Wie diese aussahen, zeigen zwei Fotos aus dem Album des Revierförsters Karl Wosch (1869-1941) in Keula, das er ab 1905 mit dem Titel „Bilder aus der Muskauer Heide“ mit 46 einzigartigen Plattenkamera-Aufnahmen füllte. Aus der Bildunterschrift ist zu entnehmen, dass es sich um ruthenische Forstarbeiter handelte. Damals war Ruthenien eine Verwaltungseinheit – heute teils zur Ukraine und teils zu Polen gehörig – mit der Hauptstadt Lemberg.
Auf dem ersten Foto ist eine Gruppe Forstarbeiter bestehend aus 41 Männern verschiedenen Alters in Sonntagskleidung zu sehen, wobei einige fast noch Kinder sind. Ihre Unterkunft ist als Holzbaracke mit Schornstein im Hintergrund zu erkennen. Drei gräfliche Forstangestellte in Uniform vervollständigen die Gruppe. Das zweite Foto zeigt 13 Arbeiter mit Äxten und Schrotsägen im Einschlag. Sie tragen Hüte, Pluderhosen, Kittelhemden und bestickte Westen sowie Wickelgamaschen und leichte spitze Lederschuhe. Über die ruthenischen Forsthelfer teilte der Revierförster Julius Doering 1908 mit, „daß die Leute allein nicht wissen, wann und wo sie geboren sind. Wenn sie von verschiedenen Seiten darüber befragt werden, machen sie verschiedene Angaben. An ihren Heimatorten zahlen sie keine Steuern, haben auch keinen Grundbesitz.“3
Informationen anderer Art liefert uns Oberförster Schwabe in seinem Büchlein. Damals erbot sich ein hier tätiger ruthenischer Arbeiter, der als Unternehmer auftrat, eine größere Arbeiterkolonne zusammenzustellen. Bereits im Winter 1907/08 traf die Vorhut derselben im Revier Schleife ein.
„Zum Teil wurden die Leute im Bahnwärterhause in Mulkwitz, zum Teil im Dorfe Schleife und die größere Anzahl in einer zu diesem Zwecke erbauten Bretterbaracke in der Nähe des Forsthauses Schleife untergebracht.“
Die Unterkunft mit gemauertem Kochherd und Vorratsraum für Nahrungsmittel kostete rund 1.000 Mark und fasste für 54 Personen.


Muskauer Anzeiger, 2. April 1879
Ausgaben für die ruthenischen Arbeiter


Verschulung von zweijährigen Löcherstoßen mit dem Heyerschen Hohlbohrer
Fichtensämlingen zur Ballenerziehung
Bis zum Herbst 1908 arbeiteten im Revier Schleife durchschnittlich 70 Ruthenen. Die Kosten einschließlich Baracke beliefen sich auf rund 3.000 Mark, was bei 8.000 geleisteten Arbeitstagen überschaubare Mehrkosten von 27 Pfennigen pro Tag ausmachten. Schwabe beurteilte die Leistung der Ruthenen als sehr gut. „Sie sind als nüchterne, friedliebende, sehr fleißige Arbeiter zu loben, die bei einer freundlich ruhigen Behandlung allen Ansprüchen voll genügt haben.“ In den fünf bis sechs Monaten ihres Hierseins kam es zu keiner Widersetzung oder Trunkenheit. Sie gaben sich Mühe die deutsche Sprache zu verstehen und erhielten durch den deutsch sprechenden Unternehmer ihre Anweisungen. Kritik ernteten sie bei den Deutschen, weil sie hier Ostern und Pfingsten aufgrund ihres russischen Kalenders zweimal feierten und stets auf ihre eigenen kirchlichen Feiertage bestanden.
Auch im Revier Nochten erhielten 20 ruthenische Waldarbeiter eine Baracke und wegen Wassermangels einen „Abbessinier“ – einen Rammbrunnen. Die Schleifer Baracke gelangte nach Abbau und Verkleinerung 1909 zum Wiederaufbau für 15 Personen ins Revier Tzschelln. Mit der Beendigung der Arbeiten hatte im Herbst 1909 der letzte ausländische Arbeiter die Oberförsterei Jagdschloss verlassen.


Verschulung von Kiefernsämlingen durch
wendische Waldarbeiterinnen mit der Hackerschen Verschulmaschine, 1906/08
Historische Pflanzhölzer, Museum Sagar
Trotz der großen Hilfe durch ruthenische Arbeiter, standen noch ganze Flächen abgestorbener Hölzer zum Verkauf. Neben der Abfuhr von Gruben- und Scheitholz verkohlten einige Käufer ihre Stämme vor Ort zu Holzkohle. Am Abfallreisig durften sich die Bewohner der umliegenden Dörfer bedienen.
Bis zum Frühjahr 1910 konnten bereits 320 ha durch Wiederaufforstung in Bestand gebracht werden. Dazu gelangten ausschließlich Pflanzen aus eigener Zucht in den Boden. Die Unkosten für diese Arbeiten ohne Pflanzenbeschaffung beliefen sich auf 82,80 Mark pro Hektar. Um große zusammenhängende Bestände im Brandfalle zu schützen, entstanden Freiflächen und Robinienstreifen.
Rückschauend gelang es der Standesherrschaft Muskau, das gesamte Holz ohne Verluste mittels Waldeisenbahn zu den heimischen Abnehmern zu transportieren oder an fremde Käufer zu veräußern.
Herzlicher Dank an Thomas Sobczyk in Hoyerswerda für seine fachliche und fotografische Unterstützung
Quellen:
1 Deutsche Forst-Zeitung, Band 44. Ausgabe 1, Seite 20.
2 Stucka, Lutz: Ein uralter Wald, Cottbus 2008, S. 113.
3 Deutsche Forst-Zeitung, Band 47, Seite 149.
4 Flächenmaß 1 a (Ar) entspricht 100 m2
