1914 bis 1918 – Muskau und der Erste Weltkrieg
Helga Heinze, Krauschwitz, 2025
Der Erste Weltkrieg hat in der europäischen Geschichte tiefe Spuren hinterlassen. Viele Väter und Söhne kamen aus dem Gemetzel mit seelischen und körperlichen Behinderungen zurück, viele verloren ihr Leben und hinterließen Ihre Familien in großer Trauer. An den Brennpunkten herrschte Zerstörung und im Ergebnis brach die Wirtschaft der beteiligten Länder völlig zusammen. Für Interessierte stehen umfassende Publikationen und Internetseiten zur Verfügung, doch wie war es hier in unserer Heimatstadt Muskau?
Das Kirchenbuch führt 24 männliche Verstorbene im Alter von 20 bis 58 Jahren auf. Des Weiteren haben sich einige Ansichtskarten von Soldaten als auch Schwestern aus dem damaligen Muskauer Reserve-Lazarett erhalten. Einige Fotoalben hier stationierter Offiziere beinhalten weitere historische Aufnahmen. Doch das sind nur Momentaufnahmen.
Wir wollten der Frage nachgehen, wie hat sich der Krieg auf das private und öffentliche Leben der Bewohner in der Stadt ausgewirkt? Antworten geben die bis heute erhaltenen und 2024 dankenswerterweise vom Mitglied des Freundeskreis Historica Franz Klenner zu Verfügung gestellten Dokumente zweier Familien. Darunter befindet sich eine größere Anzahl an Feldpostbriefen sowie das ca. 600 Seiten umfassende Kopierbuch des Buchhalters Friedrich Noack. Nach dem Umsetzen der handschriftlichen Texte in eine lesbare Schrift, zeigen sowohl die Feldpostbriefe als auch die Briefe aus dem Kopierbuch dem Leser sehr persönliche und emotionale Einblicke in das Leben dieser Familien und deren Umfeld unter dem Einfluss des Ersten Weltkriegs.
Die Tuchfabrik und ihr Buchhalter
Friedrich Noack wohnte in der Berliner Chaussee und bekleidete die Stelle des Buchhalters in der Tuchfabrik von August Richter an der Straße nach Köbeln. Tuche aus Muskau waren sehr gefragt, besonders das dem englischen Buckskin – englisch für Bockshaut – nachempfundene und hier billiger hergestellte Streichgarngewebe. Die Wertschätzung dieses florierenden und gewinnbringenden Betriebes, machte August Richter gesellschaftlich zum Kommerzienrat und finanziell zum Millionär. Nach dem Tod von August Richter 1894 ging die Fabrik an Berthold Lippstein und 1899 an die Anton & Alfred Lehmann AG Niederschöneweide. Als 1906 das Gruppenfoto entstand, schien alles noch in bester Ordnung, jedoch musste die Fabrik 1907 nach einem Brand in der Spinnerei ihre Produktion einstellen. Das kostete vielen Arbeitern den lebenswichtigen Broterwerb.
Für die Finanzen und die Vermietung der noch verbliebenen Immobilien sorgte der vormalige Buchhalter Friedrich Noack in altbewährter Weise. Ihm zur Seite stand der Portier Wetzold, der für die Sicherheit verantwortlich zeichnete. Sowohl seinen dienstlichen als auch seinen persönlichen Briefwechsel erledigte Noack mittels eines Kopierbuchs. Dabei druckte er das mit Kopiertinte beschriebene Original im feuchten Zustand auf eine im Buch befindliche Seidenpapierseite, so dass er stets nachvollziehen konnte, was er wem geschrieben hatte. Das Buch beginnt Mitte 1912 und endet mit seinem Tod, als seine Tochter Margarete im April 1918 die Endabrechnung an die Tuchfabrik in Niederschöneweide schickte. Somit deckt das Buch sechs Jahre Muskauer Familien- und Stadtgeschichte inklusive Ersten Weltkriegs ab.
Im ersten Brief antwortete Noack auf den Wunsch von Richard Lehmann, der ihn beauftragte, „je ein Bild (Photographie) von den Arbeiterhäusern, dem Comtoirgebäude, der Gasanstalt sowie der abgebrannten Spinnerei“1 zu machen, um den Verkauf der Fabrik voranzubringen. Seit dem Brand kümmerte sich Noack um die restlichen Gebäude, bestellte Handwerker und verhandelte mit den Mietern, aber auch mit potentiellen Kunden, die Interesse an Kauf oder Mietung der Fabrik zeigten. An Letzteren mangelte es nicht, doch mit dem Ausbruch und Fortgang des Ersten Weltkriegs schwand jegliche Hoffnung auf einen neuen Nutzer oder Besitzer. In erster Linie setzte der Besitzer Lehmann auf den Muskauer Standesherrn Graf Adolf von Arnim, doch dieser wollte aufgrund seines Alters eher verkaufen statt neu anzuschaffen. Er hatte schon zu viele industrielle Anlagen, die ihm große Sorgen und oft das Leben schwer machten. Desweitern trat Noack an den Muskauer Magistrat heran, in der Hoffnung, die Stadt könnte die Fabrikanlage als Kaserne, Schlacht- und Armenhaus oder dergl. verwenden.2 Doch stattdessen legten die Stadtväter ihren Focus auf den Neubau der Neißebrücke sowie der Wasserleitung.
Die Ideen der Umnutzung der Tuchfabrik reichten von der Unterbringung kriegsgefangener Offiziere über die Herstellung von Kraftfutter bis hin zu einer Schweine- u. Jungviehmast für die Heereslieferung. Auch die Unterbringung von Lungenkranken stand zur Debatte, jedoch nichts davon kam zur Umsetzung.3 Einige von den Fabrikanten in Niederschöneweide benötigte Maschinenteile ließ Noack auf Anforderung demontieren und per Bahn absenden. Die Fabrik ist bis zum Ersten Weltkrieg unverkäuflich, kommt später anderen Nutzungen zu.

Muskauer Tuchfabrik Anton & Alfred Lehmann A.G. in Niederschöneweide und Muskau,
erste Reihe in der Mitte der Firmenchef Richard Lehmann, links neben ihm Buchhalter Friedrich Noack, mittig zwei Frauen in Muskauer Tracht, Beschriftung auf Tuchballen, 1906
Muskau als Garnisonsort
Die Landwehr war ein milizartiger Verband, der im Kriegsfall dem Heer zur Seite stehen konnte. So musste das 2. Bataillon (Muskau) 1. Westpreußischen Landwehr-Regiments Nr. 6 nach dem Krieg 1870/71 sechs gefallene Kameraden betrauern. Für die Aufstellung eines entsprechenden Denkmals machte sich der Veteranen- und Kriegerverein stark. Neben den Städten Rothenburg und Niesky fiel die Wahl auf Muskau – die größte Stadt im Kreis mit den meisten Gefallenen und vor allem mit Sitz des Bezirkskommandos.
Für die jungen Männer aus der Stadt und den Dörfern der Standesherrschaft fanden jährlich Gestellungstermine für die Mannschaften des Landwehrbataillons statt. Ausbleibende mussten mit einer Geld- oder Gefängnisstrafe wegen Verletzung der Wehrpflicht rechnen. Manche entzogen sich durch Auswanderung in andere Länder oder Kontinente.


Muskauer Anzeiger, 31. Juli 1880
Muskauer Anzeiger 28. April 1883
Jedes Jahr veranstaltete hier das Militär ihre Landwehrübungen. Für die benötigte Brot- und Fouragelieferung gab es öffentliche Ausschreibungen. In der hiesigen sogenannten Bürgerhaide befand sich der Militärschießplatz, vor dessen Betreten die Stadtverwaltung in der Zeitung warnte.
Bereits 1912 hatte der Muskauer Rat den Bau einer Kaserne in die Wege geleitet.4 Nach dem Ausbruch des Krieges 1914 erfolgte im August die Einquartierung eines Landwehrbataillons für acht Tage, um Gefechts- und Schießübungen durchzuführen. Dazu hatte das Militär zuvor die Schießstände eingerichtet. Weil die Gasthöfe schon keinen Platz mehr boten, sollten in der Tuchfabrik mindestens 25 Mann Quartier erhalten. Dazu richtete Friedrich Noack Strohlager ein und bat die Firma Lehmann um die Zusendung von 25-30 wollene Decken. „Ich selbst bekam gestern ganz unverhofft 7 Mann auf 8 Tage. Davon habe ich 3 Unteroffiziere im Stern [Gasthof Zum goldenen Stern, jetzt Rathaus] zum Schlafen untergebracht.“5 So ging es weiter: „Wir hatten ca. 8 Tage 13 Mann Einquartierung. 6 Mann waren noch hinzugekommen. Da gab es viel Arbeit. […] Von einem Unteroffiz., deren wir 5 hatten, kam am Sonnabend die Mutter u. Braut, die bis Sonntag bei uns geblieben, geschlafen haben sie bei Nowraty [Gasthof Gerichtslaube Nähe Markt]. […] Sonntag Nachmittag marschierte das Battl. unter Glockengeläut u. dem Spiel v. 16 Trompeter u. Pfeiffer ,Muß i. denn, muß i. denn zum Städtelein hinaus‘. Das war sehr ergreifend. Wer irgend konnte, begleitete das Battl. zur Bahn.“6 Noch ahnten die Muskauer nicht, dass sie der Krieg fünf Jahre begleiten und ihnen schmerzliche Erlebnisse bescheren sollte.

Teilnehmer des Bezirkskommandos Muskau vor dem Gartenlokal Bockkeller, 1909

Bezirkskommando, Berliner Straße, 1914, später Grundschule, heute Seniorenresidenz
Muskau als Lazarettstadt
In allen Kriegen nutzten die Behörden öffentliche Gebäude, meist Gasthöfe, um Kranke und Verletzte unterzubringen. „Sowohl im Kriege gegen Oesterreich 1866, als auch im Feldzuge gegen Frankreich 1870/71 wurden im ,Niederländischen Hofe’ [Restaurant an der Brauerei] Lazarette eingerichtet und mit vielen Kriegern belegt.“7
Im Sommer 1914 fand am Gasthof Schützenhaus das vorerst letzte Schützenfest statt, denn der Erste Weltkrieg stand vor der Tür. Nachdem das gegenüberliegende Krankenhaus der Wilhelm-Augusta-Stiftung zum Reservelazarett umgewandelt wurde, kam das Schützenhaus als Haus II. hinzu. Auf dem Gelände zwischen Spremberger Chaussee und der Straße nach Köbeln sollten zusätzlich mehrere Krankenbaracken entstehen. Im September 1914 war es dann so weit: „Wie schon mitgeteilt, werden noch auf dem Viehmarkte am Schützenhaus und vor der Schießhalle 17 Baracken errichtet, die zur Aufnahme von Verwundeten dienen und bis zum 8. Oktober als Lazarette fertiggestellt sein müssen.“8 Im August 1914 berichtete Friedrich Noack: „Wie ich gestern in Erfahrung gebracht, sollen beim hiesigen Schützenhause ca. 20 Baracken für 5-600 Verwundete gebaut werden.“9 Dabei hoffte er, dem Lazarett-Direktor Herrn Zyrus die Tuchfabrik als weitere Unterbringungsmöglichkeit anbieten zu können. Doch daraus wurde nichts.
Vorerst stellte auch der Standesherr Graf von Arnim sämtliche Räume des Kurhauses sowie die dazu gehörigen Logierhäuser zu Lazarettzwecken zur Verfügung, womit der Kurbetrieb im Hermannsbad zum Erliegen kam. „Die ersten Verwundeten sind Sonntag in dem hiesigen Hermannsbade eingetroffen. Es sind Hirschberger Jäger, die bei Vorpostengefechten bei Verdun verwundet worden sind. Die Lazarette im Schützenhause und in Keßlers Gasthof [noch ungeklärt] sind vollständig eingerichtet.“10 Dazu gehörte natürlich der große Saal des Schützenhauses. Die ärztliche Leitung des Lazaretts lag in den Händen des damaligen Kreisarztes Dr. Meyer.


Lazarett-Baracken am Gasthaus Schützenhaus, Luftschiffaufnahme 1916
Lazarettsaal im Schützenhaus, 1914

Baracke 12, aufgrund des Deutsch-Türkischen Bündnisvertrags geschmückt, 1914
Noack schrieb: „Bei uns ist es jetzt sehr still u. einsam. Seit Nov. 1914 wohnt ein Fräulein Schlüter, Tochter des Revierförsters Schlüter aus Braunsdorf bei uns, die als Krankenschwester im hiesigen Lazarett angestellt ist […].11Else Schlüter, die Schwester von Friedrich Noacks Schwiegertochter, überredete seine Tochter Margarete sich ebenfalls im Lazarett anzumelden. „Nun sind heute 175 Ruhrkranke gekommen und wie mir Else vorhin sagte, soll ich morgen früh mit antreten.“12 Else wohnte zwar bei Familie Noack in Muskau, doch hatte sie ihren Wohnsitz offiziell noch in Braunsdorf, daher bekam sie ihr Essen im Lazarett. Margarete hoffte dort ebenfalls verpflegt zu werden, doch musste sie als Muskauerin zu Hause essen oder pro Tag 2,16 M bezahlen. Das ärgerte sie sehr, zumal sie von früh sieben bis abends 20 Uhr dort arbeitete und ihren kränklichen Vater allein zu Hause lassen musste.
Als Margarete an einem Tag im Jahre 1914 von Familie Klenner – ihren zukünftigen Schwiegereltern – nach Hause ging, „begegnete ich den Schulkindern, die singend durch die Stadt zogen u. so den Sieg des Kronprinzen bei Verdun feierten. Dann stellten sich alle ums Kriegerdenkmal und sangen: „Wir treten zum Beten. Wenn doch dies: ,Herr mach uns frei‘ bald in Erfüllung gehen möchte, frei von Feinden und Kriegsnot. Aber so schnelle wird’s ja nicht gehen.“13

Reservelazarett Muskau im Gasthof Schützenhaus, Postkarte 1915
Ausgabe der kalten Küche am Lazarett, 1915

„Nach Muskau kam vor einigen Wochen ein Lazarettzug mit ca. 200 schwer Verwundeten aus Frankreich, gestern traf wieder ein solcher mit 190 Mann ein u. wie ich heute hörte, sind weitere 120 Mann für nächste Woche angemeldet. Auch unsere Griechen, die von Görlitz nach hier überwiesen sind, befinden sich hier; einer davon ist gestern gestorben.“14 Dabei handelte es sich um den Gemeinen Polychronos Kasalakis, der in Muskau an Tuberkulose starb. Superintendent Nay hatte außer ihm noch weitere 13 griechische Soldaten im Alter von 22 bis 30 Jahren auf dem Muskauer Nordfriedhof beerdigen müssen. Als Lazarettpfarrer fungierte zu dieser Zeit Pastor Waldemar Boden, der mit seiner Familie hier lebte.15
„Das griechische IV. Armeekorps hatte, vor der Gefahr in bulgarische Gefangenschaft in Ost-Mazedonien zu geraten, den freiwilligen Transport nach Deutschland vereinbart. Nach einer zwölftägigen Zugfahrt landeten die griechischen ,Gäste‘ in Görlitz, wo sie bis Anfang 1919 blieben.“16
Im Juli 1915 schrieb Margarete Noack: „Heute haben unsere Verwundeten ein Fest auf der Neißewiese. Wer nicht laufen konnte, ist gefahren worden, u. die andern zogen mit Musik vorbei, fast alle mit recht vergnügten Gesichtern. Else meinte, daß sie schon tagelang von diesem ,Kinderfest‘ wie sie es nannten, geschwärmt hätten. Der Frauenverein hat für diese Abwechslung gesorgt.“17 1866 von der damaligen Königin Augusta – spätere deutsche Kaiserin – als „Deutscher Frauenverein zur Pflege und Hilfe für Verwundete im Kriege“ gegründet,18 hatte sich hier zum selben Zweck der „Vaterländische Frauenverein Muskau O./L.“ formiert.

Krankenpflegerinnen vor der Baracke des
Vaterländische Frauenvereins Muskau O./L., 1915
Friedrich Noack berichtet im Juni 1917, „daß nach einer Besichtigung des hiesigen Lazaretts durch einen Generalarzt, das Lazarett im Bade aufgelöst u. die dort befindlichen Kranken, sowie die Büro-Mannschaften nebst Krankenschwestern dem Lazarett beim Schützenhause überwiesen wurden.“19 Infolge dessen musste die Schützenhauspächterin Frau Menzel von ihrer Wohnung mehrere Zimmer abgeben.

Reservelazarett Muskau, Baracke 10, im Hintergrund der Wasserturm, 1915

Reservelazarett Muskau, Baracke 18, im Hintergrund das Krankenhaus, 1915
Versorgungslage in Muskau
Schon vor dem Ausbruch des Krieges hatte sich Friedrich Noack um die Wünsche der Familie Lehmann in Niederschöneweide gekümmert. Da er auch die Obstwiesen und Brachflächen in der Nähe der Fabrik betreute, schickte er geernteten Äpfel und Birnen per Bahn zu Lehmanns. Leider gab es in dieser Zeit oft starke Frühjahrsfröste, so dass die gesamte Obstblüte erfror. Des Weiteren schickte er Kartoffeln, Wild und Butter auf Bestellung. Mit dem Fortschreiten des Krieges stellten sich auch in Muskau Engpässe ein, denn „Wild ist ja schwer zu haben, da der H. Graf nicht hier ist u. die Förster nichts schießen dürfen.“20 Ich „sende Ihnen heut mit Eilfrachtbrief 1 Korb […] enthaltend 40 Pfd. frische Blaubeeren a 80 Pf. […] Der Preis ist leider, wie ja alles jetzt, sehr hoch […]. Man bezahlt hier noch höhere Preise, denn die Leute verwenden die Beeren, bei dem Mangel an Lebensmitteln, meist für ihren eigenen Bedarf u. verkaufen nur wenig.“21
Auf Bitten einer Frau Rittmeister Richter aus Frankfurt am Main schickte Friedrich Noack Pilze. „Die Hälfte der geschickten Pilze waren schlecht, nach FF zu weit, da werden sie madig und schlecht, sogar bis Posen schon. Vielleicht im nächsten Jahr besonders kleine Steinpilze.“22 „Sammelt denn niemand Pilze, oder ißt man sie nicht gern? So fragte 1916 ein Feldgrauer im Muskauer Lazarett den Hauptlehrer und Pilzkenner Max Seidel von Gablenz. „In Großstädten zahlt man schweres Geld dafür, und hier geht man achtlos an den wertvollen Pilzschätzen vorüber.“23 Doch in den Dörfern nutzten die Bewohner zu allen Zeiten die Möglichkeit, den Speiseplan mit dem schmackhaften Waldgemüse aufzubessern.
„Kartoffeln sind hier sehr knapp und ist es vollständig ausgeschlossen, daß augenblicklich größere Posten zu haben sind […].“24 Daher machte Noack der Firma Lehmann den Vorschlag, ein Stück Wiese am Forster Weg zu pflügen, um im Frühjahr Kartoffeln zu stecken, wozu er Frauen anstellen könnte. Im Oktober kam sein Bericht: „Mit dem Kartoffelhacken sind die Leute heute fertig geworden. Es sind ca. 50 Ctr. weiße u. ca. 20 Ctr. rote.“25 Der Plan sie per Bahn abzuschicken, scheiterte an der Verpackung, denn „Säcke sind hier nicht vorhanden u. auch nicht zu haben.“26
Nun benötigten Lehmanns in Niederschöneweide dringend Heu für ihre Pferde. Noack nutzte dazu die Wiesen an der Fabrik. Die Heuernte hatte eine Woche vor Pfingsten begonnen und ging langsam, weil es viel regnete. „Die Aufbewahrung erfolgt in der großen Remise u. auf dem Boden darüber [in der Tuchfabrik], welches beide hierzu sehr geeignete Räume sind.27
Nach einem Antrag beim Landrat, erhielt Noack die Ausfuhrgenehmigung für 5505 kg Heu und 555 kg Kartoffeln.28 Schon bald rentierte es sich wegen der hohen Transportkosten nicht mehr, das Heu per Bahn zu schicken. „Heute kam ein hiesiger Polizei-Sergeant und erkundigte sich, wie viel Ctr. Heu ungefähr in der Tuchfabrik lagern.“29 Es hatten sich nämlich die hiesigen Fuhrwerksbesitzer beim Landrat beschwert, dass sie für ihre Pferde nichts zum Füttern hätten und in der Tuchfabrik Heu lagere. Am Ende des Besuchs gab der Polizist zu verstehen, dass das Heu beschlagnahmt wäre.

„Kaiserin Geburtstagsspende“ im Gesellschaftszimmer des Schützenhauses, 1915
Nicht nur die Muskauer Bevölkerung litt unter Lebensmittelmangel, nebenher mussten die vielen Kranken im Lazarett beköstigt werden. Dazu floss auch die „Kaiserin Geburtstagsspende“ mit ein. Im letzten Kriegsjahr fehlte es nicht nur den Muskauer Einwohnern an der Grundversorgung mit Kartoffeln, sondern „Augenblicklich haben aber die hiesigen Lieferanten Mühe, den Bedarf für das Lazarett zu decken.“30
Handwerk und Gewerbe
Den Handwerkern machten die Kriegsjahre mit ihren Einschränkungen sehr zu schaffen. 1914 lief es in den meisten Handwerksbetrieben noch ganz gut, obwohl schon einige junge Männer der Einberufung folgen mussten, wie am Beispiel der Schmiede Klenner zu beobachten. Der 63-jährige Meister Joseph musste seinen ältesten Sohn Emil in den Krieg schicken, so dass nun der 23-jährige Franz dem Vater zur Seite stehen musste. Franz schrieb 1914 an Emil: „In nächster Zeit machen wir für Gustav Hebig einen neuen 22 ½ Zoll Wagen, der kommt von Simman [Stellmacher im Nachbarort Keula], u. einige Satz Räder für andere Kundschaft sind auch bestellt, also ist immer wieder Aussicht auf Arbeit.“31 „Eben war der Kutscher hier von Stegler [Zigarrenfabrik] u. bestellte für morgen das Beschlagen [der Pferde] wahrscheinlich deshalb bei uns, weil bei Löbel alles eingezogen ist, u. Löbel Emil beim Gasrohrschweißen verunglückt ist, in Görlitz, soll fast ganz erblindet sein.“32
In den Fabriken begann 1914 die kriegswichtige Suche nach Metall, erst Ankauf, später Beschlagnahme. „Der Kupferschmiedemeister Säwekow hier teilte mir soeben mit, daß er vom General-Kommando Posen beauftragt sei, in Muskau u. Umgebung nach altem Kupfer zu forschen u. dasselbe für die Militärbehörde zu kaufen.“34 Auch die Direktorenvilla der Tuchfabrik, um die sich Buchhalter Friedrich Noack kümmerte, blieb nicht verschont. „Der kupferne Waschkessel aus der Küche bei der Villa und die Messing-Ofentüren aus der Villa müssen abgeliefert werden. Alles soll durch Eisen ersetzt werden.“35 Noack schrieb 1918: „Es sollen in Muskau und den umliegenden industriellen Werken einige zwanzig Blitzableiter beschlagnahmt, die nun sämtlich abgeliefert werden sollen.“36 Neben zunehmendem Materialmangel herrschte im vorletzten Kriegsjahr große Not an männlichen Arbeitskräften. „Vater Klenner hat viel Arbeit, für seine 65 Jahre zu viel u. nur 1 Sohn zur Hilfe. Er hat nun den Emil reklamiert.“37 Doch das sollte ihm nicht gelingen.
Nicht nur im Krieg fehlte es am wichtigsten Transportmittel, auch in Muskau wurden die Pferde knapp. Friedrich Noack wollte einen Kaufinteressenten der Tuchfabrik vom Bahnhof abholen. Der dazu beauftragte Fuhrwerksbesitzer veranschlagte jedoch 15 Mark, was Noack viel zu hoch erschien. „Ich habe auch auf der noch einzigen anderen Stelle, bei Kaufmann Kaul angefragt, der kann aber nicht fahren, da ein Pferd lahm geworden ist. […] Mittwoch ist hier Pferdemusterung u. an dem Tage ein Gespann nicht zu haben.“38 So mussten auch Pferde Kriegsdienst leisten, was dazu führte, dass die Schmiede in Muskau weniger Aufträge erhielten.
Muskauer Familien
Anhand der umfangreich erhaltenen Feldpost ist es gelungen, das Leben von zwei Muskauer Familien unter dem Einfluss des Ersten Weltkriegs zu beleuchten. Es handelt sich um die Familien des Buchhalters Friedrich Noack und die des Schmiedemeisters Joseph Klenner. Eine lebte und arbeitete am südlichen Ausgang der Stadt, die andere am nördlichen.
Der Buchhalter Friedrich Noack hatte sieben Kinder. Seine erste Ehefrau starb 1884 im Wochenbett bei der Entbindung von Zwillingen. Nach dem Tod seiner 1909 an Tuberkulose verstorbenen zweiten Ehefrau Auguste lebte er mit seiner einzigen Tochter Margarete im Haus Berliner Chaussee 247. Mit seinen sämtlichen Ersparnissen beteiligte er sich 1911 an der Gründung der Muskauer Genossenschaftsbrauerei und erwarb zehn Anteile zu je 300 Mark. Als seine Tochter heiraten und er für seinen Sohn eine Kaution übernehmen wollte, kündigte er 1913 seine Mitgliedschaft. Das geschah leider zu einer Zeit, da es der Brauereigenossenschaft schlecht ging und er bekam letztlich nur 106 Mark pro Anteil ausgezahlt.39 Trotz finanzieller Probleme, schickte er stets Ostern und Weihnachten an jeden seiner Söhne sowie an die Schwiegertöchter eine – er nannte sie Liebesgabe – in Form von fünf bis zehn Mark.

Musketier Emil Klenner vorne rechts mit seinen Kameraden, 1914

Seine Tochter Margarete hatte sich verliebt. Ihre Wahl fiel auf Emil, den Sohn der Schmiedefamilie Klenner. Dazu schrieb sie ihrem Bruder Erich 1913 in einem Brief: „Beim Bleigießen habe ich sowas schiffsähnliches gegossen; na in den Hafen der Ehe werde ich wohl diesjahr noch nicht einlaufen, aber höchstwahrscheinlich 1914. Neujahr hat’s der Emil unserm Vater gesagt, der hat natürlich Ja u. Amen gesagt.“40Zu dieser Zeit ahnte sie noch nicht, dass sie auf ihre Hochzeit noch vier Jahre warten und ihr Vater sowie ihr Bruder Erich diese Feierlichkeit nicht mehr erleben sollten, denn Emil musste in den Krieg. „Ich war heute früh grade bei Deinen Eltern, als der Briefträger den Musketier Emil mit seinen Kameraden brachte. Es war so hübsch, daß gerade heute diese Karte kam; da warst Du nicht nur im Geiste, sondern auch im Bilde bei uns.“41 Margarete schrieb ihrem Emil, so oft sie neben ihrer Arbeit dazu kam. „Wie hast Du denn Deinen 30. Geburtstag verlebt? Ich muß so oft daran denken, wie schön wir ihn voriges gedacht haben, wir wollen aber hoffen, daß wir ihn nächstes Jahr so verleben können!“42 Auch im nächsten Brief legt sie ihre innersten Gefühle offen. „Ich denke an vergangene Zeiten, an die ungewisse Zukunft, und daran, wie wunderbar es wäre, wenn ich nicht schreiben brauchte, wenn Du mit mir am Tische sitzen würdest. […] Nun mein lieber Emil will ich hoffen, daß Du in dem Schlachtgetümmel, das inzwischen vor Verdun stattgefunden hat, gesund geblieben bist. Wie mag Dir armen Seele manchmal zu Mut sein! z.B. wie dort die Dorfbewohner ihre Heimstätten verlassen mußten.“43 Margarete hatte für ihren Bruder Erich Obst getrocknet und „Apfelstückel“ geschickt, die sie auch ihrem Emil ins nächste Paket legen wollte.
1914 versuchte Franz Klenner seinem älteren Bruder Emil in einem Brief Mut zu machen: „Du siehst also, dass es immer noch geht bei uns; denn der Vater u. ich sind fleißig […] und tue ich alles gern, u. wenn Du wirst wiederkommen, geht es um so besser.“44 Als er das schreibe, wusste Franz noch nicht, dass auch er bald in den Krieg ziehen müsste und seine Heimatstadt Muskau nie wieder sehen würde.
1915 schrieb ein Bekannter an Emil und teilte ihm mit, dass eben ein Muskauer gefallen war. Der nächste Satz lautete: „Bei Kriegsereignissen wird geflaggt, die Häuser sehen doch schön aus. Ja, ja, auch wir alle sind patriotisch.“45
Ein von Margarete geschriebener Zettel verriet, was sie ihrem Emil geschickt hatte. „Vieltausend Grüße und einen Kosthappen Kuchen „ohne Butter“ sendet Dir Deine Grete.“46
Landsturm Bataillon Muskau in Schirwindt in Ostpreußen, Postkarte 1916

Der Krieg erfasste auch die sechs Söhne von Friedrich Noack. Sohn Paul hatte die Tochter des Revierförsters Schlüter aus Braunsdorf geheiratet, wohnte in Zittau und befand sich noch zu Hause. „Erich, Walter u. Hermann sind bereits auf der Fahrt nach Frankreich. Curt schrieb, daß er sich in Konstanz gestellt u. dem 114. Badischen Inf. Rgt. zugeteilt ist. Fritz ist schon am Sonnabend, den 1. 8. einberufen worden. […] Erich schreibt heut aus Sedan nach 40-stündiger Fahrt.“47 Vater Noack ist darüber in großer Sorge: „Möchte Gott alles zum Guten wenden u. geben, daß wir uns alle gesund wiedersehen. Er schütze u. behüte Euch alle!48 Sein sehnlichster Wunsch ging leider nicht in Erfüllung. Sein jüngster Sohn und Margaretes Lieblingsbruder Erich starb bereits am 19. Juli 1915 an einer Granatenverletzung am Knie mit 24 Jahren im Feldlazarett. Dem Vater teilte man mit, dass er „Kurz nach Einlieferung in das Festungs-Lazarett in Metz infolge Verwundung den Heldentod für’s Vaterland gestorben ist.“49 Auf Wunsch seiner Tochter reisten beide nach Metz, um Erich persönlich abzuholen und Näheres zu den Todesumständen zu erfahren. Hier erhielten sie zwei Tagebücher und einige Briefe. Einen Tag nach ihrer Rückkehr kam der Sarg mit Erich am Bahnhof Muskau an und wurde am 25. Juli unter großer Beteiligung beigesetzt. Für die Überführungskosten sollte Noack eine Beihilfe von 60 Mark erhalten. Er fragte jedoch an, ob ihm die abgezogenen 14 Mark „für den von der Lazarettverwaltung gelieferten, aber nicht benutzten Sarg“50 in seiner momentanen finanziellen Not zustünden. Noch im November schrieb er an den Lazarettdirektor, „daß mir von den noch zustehenden M 14.- M 1,70 für das Leichenhemd meines Sohnes abgezogen werden sollen, damit bin ich nicht einverstanden.“51
Friedrich Noack wusste, dass sich sein Sohn Erich vor einigen Jahren während seiner Ausbildung in Suhl beim Fotograf Hofbauer ablichten ließ. 1917 bestellte er dort noch einige Fotos zur Erinnerung für Freunde und Bekannte nach.

Friedrich Noacks jüngster Sohn Erich, Eugen Hofbauer, Suhl um 1911
Trauerkarte an Familie Noack, 1915
Über seine fünf noch verbliebenen Söhne berichtete Noack 1916: „Curt, der in franz. Gefangenschaft ist, schreibt uns dann u. wann. Willi ist seit Anfang December d. Jahres auch nach Frankreich gekommen. Auch Hermann ist noch dort. Fritz ist in Russland u. Paul noch in Zittau. Möge doch dieser schreckliche Krieg bald zu Ende sein, aber es scheint vorläufig keine Aussicht dazu.“52 Der Frieden ließ noch zwei lange Jahre auf sich warten und Friedrich Noack sollte ihn nicht mehr erleben.
Anfang des Jahres 1918 litt er an Magen- und Nervenleiden zudem sich noch eine Blasenkrankheit einstellte. Der Krieg, der Verlust des Sohnes und seine schlechte finanzielle Situation trugen dazu bei, dass er am 28. März 1918 im Alter von 65 Jahren starb. Seine Tochter Margarete bedankte sich bei den Gebrüdern Lehmann in Niederschöneweide für die bewiesene Teilnahme und die Blumenspende. Sie übergab die Endabrechnung der Muskauer Tuchfabrik mit dem Guthaben von 290,74 M.
Im September 1917 teilte Emil seiner Braut Margarete mit: „Es deutet doch alles darauf hin, daß wir uns wohl dem Ende des Krieges nähern, und daß dann damit die Zukunft, die Zeit wieder uns gehört: wir wollen sie nutzen, die Stunde, die Minute, denn entschwundene Zeit kehrt nie zurück, darüber werden wir uns wohl in den letzten drei Jahren klar geworden sein.“53
Er erinnerte sich an Margaretes Geburtstag im Jahr 1914 und an den Brief für sie. „Ich schrieb ihn damals in einer Gartenlaube in Luisenheim b. Posen, wenige Tage vor unserm Ausrücken nach hier. Wo ist die Zeit hin? Wer hätte sich wohl die nachfolgenden Jahre auch nur entfernt so ausmalen können, als sie geworden sind?“54 Im beginnenden Frühjahr 1918 schrieb Emil: „Das erste Gänseblümchen, was ich fand, schicke ich Dir mit.“55 In diesem Brief liegt es bis heute.
Nach glücklicher Rückkehr konnten Margarete und Emil am 22. Dezember 1918 ihre langersehnte Hochzeit feiern und eine Familie gründen. Als Vater Joseph 1922 starb, führte Emil die Schmiede weiter. Emils Bruder Franz hätte dabei auch gerne mitgetan. Zumal er noch 1917 im Gruppen-Pferde-Lazarett 581 einen Schmiedelehrgang mit „gut“ belegte. „Der Kursus ist zu Ende, am 31. XII. war die Prüfung; leicht war es nicht, mit umso mehr Stolz und Freude trage ich aber auch jetzt das Hufeisen auf dem linken Unterarm des Waffenrockes. […] Das Kommando ist verlängert bis 6. 1. Es müssen noch einige Hundert Pferde beschlagen werden; bis zum 6ten werden wir fertig und dann geht es zurück zum Battl., da ist doch trotz aller Gefahren ein schöneres freies Leben. […] Gebe Gott, daß sich alle weltgeschichtlichen und ebenso alle familiären Mühsale in Gutes auflösten; das wären so meine stillen Herzenswünsche für das Jahr 1918.“56 Das klang so optimistisch, doch Franz kam nicht mehr zurück. Das Familienglück der Familie Klenner sollte nicht von Dauer sein, denn auch im nächsten Weltkrieg starben zwei ihrer vier Söhne im Alter von 20 und 22 Jahren.
Quellen:
1. Kopierbuch Nr. 269, 28. August 1912.
2.Vgl. Kopierbuch Nr. 283, 30. September 1912.
3. Kopierbuch Nr. 793, 651.
4. Kopierbuch Nr. 283, 30. September 1912.
5. Kopierbuch Nr. 467, 3. August 1914.
6. Kopierbuch Nr. 283, 3. August 1914.
7. Festschrift zur Feier des 25-jährges Bestehens des zum Andenken an die goldene Hochzeit des hochseligen Kaiserpaares für Stadt
und Standesherrschaft Muskau errichteten Krankenhauses Wilhelm-Augusta-Stiftung, Muskau, 1882 – 18. Juli – 1907.
8. Muskauer Anzeiger, 17. September 1914.
9. Kopierbuch Nr. 467, 27. August 1914.
10. Muskauer Anzeiger, 17. September 1914.
11. Kopierbuch Nr. 758, 30. Dezember 1916.
12. Feldpostbrief von Margarete Noack an Emil Klenner, 8. November 1914.
13. Ebd.
14. Kopierbuch Nr. 798, 26. Mai 1917.
15. EPM Taufregister 1882-1920.
16. Dimitrios Benekos, Griechenland, 2024.
17. Feldpostbrief von Margarete Noack an Emil Klenner, 8. Juli 1915.
18. Vaterländischer Frauenverein auf wikipedia [Zugriff 3. Juli 2024].
19. Kopierbuch Nr. 802, 12. Juni 1917.
20. Kopierbuch Nr. 584, 31. August 1915.
21. Kopierbuch, Nr. 476/77, 27. August 1914.
22.Kopierbuch, Nr. 712, 4. Oktober 1916.
23. Naturkundemuseum Görlitz, Tagebücher des Max Seidel: Mein 1. Pilzaufsatz im 1. Weltkrieg im Forster Tageblatt, 1916.
24. Kopierbuch Nr. 522, 18. Febr. 1915.
25. Kopierbuch Nr. 606, 19. Oktober 1915.
26. Ebd.
27. Kopierbuch Nr. 681, 22. Juni 1916.
28. Vgl. Kopierbuch Nr. 726, 11. Nov. 1916.
29. Kopierbuch Nr. 887, 19. Oktober 1915.
30. Kopierbuch Nr. 522, 13. Febr. 1918.
31. Feldpostbrief von Franz Klenner an seinen Bruder Emil. 22. November 1914.
32. Feldpostbrief von Franz Klenner an Bruder Emil, 22. November 1914.
